Nachhaltigkeit

Wir pflanzen Stauden, Sträucher und Bäume für eine bessere Zukunft

Wir sind Jugendliche aus den 8. Klassen der Johann-Heinrich-Voß-Schule, Realschule in Otterndorf, die alle Anfang des Jahres den Wahlpflichtkurs „Nachhaltigkeit“ gewählt haben. Wir alle haben eines gemeinsam: Uns liegt die Natur am Herzen. In unserem Kurs setzen wir verschiedene Projektideen um, um Gutes für die unsere Flora und Fauna zu tun.

Betrachtet man das Grundstück, auf dem sich unsere Johann-Heinrich-Voß-Schule befindet, stellt man sehr schnell fest, dass es viele Grünflächen gibt. Zwar ist der Rasen leicht zu pflegen, aber tatsächlich steht dieser Zustand im Widerspruch zu dem, was die Gesellschaft ihren Kindern und Jugendlichen vermitteln sollte: Ohne Biodiversität, ohne Heime für Insekten, Brutkästen für Vögel, Staudenbeete, Blühsträucher und Bäume bringen wir die Natur aus dem Gleichgewicht. Deswegen haben wir uns als erstes Ziel gesetzt, Flächen auf dem Grundstück zu bepflanzen.

Begonnen haben wir damit, auf einer Rasenfläche unserer Realschule zwischen Gebäude und Parkplatz einen Schulgarten mit Staudenbeeten anzulegen. Hier haben wir bereits zwei kleine Schlehen, eine Eberesche, eine Salweide und einen Weißdorn gepflanzt. Mit den abgestochenen Grassoden und Restholz haben wir weitere Beete angelegt und Blumenzwiebeln gepflanzt. Die Schnittblumen möchten wir im Frühjahr auf dem Wochenmarkt verkaufen, der Erlös soll der Aktion „Tulpen für Brot“ zugutekommen. Auch haben wir Brutkästen für heimische Vögel im Werkraum angefertigt und aufgehängt. Einige unserer Brutkästen sind im MoorIZ zu finden, mit dem wir seit Jahren eine enge Kooperation pflegen. Ein Insektenhotel steht seit Neuestem im Schulgarten, sodass Insekten sich an den Staudenbeeten erfreuen können und eine Heimat und Überwinterungsmöglichkeit finden. 

Doch unsere Ideen zur Renaturierung des Schulgeländes Schritt weitergehen. Wir möchten nicht nur in unserem Schulgarten, sondern auf dem gesamten Schulgelände weitere Bäume pflanzen, die in unserem Lebensraum heimisch sind, auf unserem Schulgelände aber nicht wachsen. Im Altbestand wachsen bereits Buchen, Eichen, Birken und Linden.

Gepflanzt werden sollen Ulmen, Erlen, Kiefern, Lärchen, Kastanien, Eschen, Ahorn und verschiedene Obstbäume. Neben den Bäumen soll ein Metallschild gesetzt werden, das Auskunft über den deutschen Namen der Baumart, die botanische Bezeichnung, die Familie und die Verbreitung in Deutschland gibt. Alt- und Jungbäume sollen abschließend in einer Baumartenkarte „kartographiert“ werden. Die Karte, die so entsteht, soll Kindern und Jugendlichen dabei helfen, unterschiedliche Baumarten kennenzulernen und benennen zu können. Wir möchten hier einen Beitrag zur Umweltbildung der zukünftigen Kinder und Jugendlichen leisten, die unsere Schule besuchen oder besuchen werden.